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Allergien

Allergien


Die Aufgabe des Immunsystems besteht in der Abwehr von Krankheitserregern. Im Laufe der Infektionskrankheit kommt es zur Bildung von spezifischen Antikörpern oder Abwehrzellen gegen den entsprechenden Erreger und somit zur Ausbildung einer Immunität. Bei einem Zweitkontakt erinnert sich das Immunsystem an diesen Kontakt, es produziert unverzüglich spezifische Antikörper und Abwehrzellen.

Eine Allergie hingegen ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Fremdstoffe (Allergene) welche entzündliche Prozesse auslösen. Eine Allergie entsteht erst nach wiederholtem Kontakt mit dem Fremdstoff, der Körper wird sozusagen sensibilisiert. Dieser Vorgang läuft zunächst unbemerkt ab. Bei erneutem Kontakt mit demselben Allergen werden entsprechenden Antikörper produziert bzw. Abwehrzellen aktiviert und es tritt je nach Allergie-Typ eine allergische Reaktion mit den entsprechenden Symptomen auf.

Für die Entstehung einer Allergie sind die Menge und Konzentration und das Sensibilisierungsvermögen des Allergens von Bedeutung. So sind bei schwach sensibilisierenden Stoffen, z.B. Pollen, oft viele Kontakte notwendig, bis eine Allergie ausgelöst wird. Bei stark sensibilisierenden Stoffen reicht ein zweiter Kontakt und es kommt zu einer allergischen Reaktion.

Die Bereitschaft Allergien zu entwickeln ist angeboren. Man vermutet aber, dass die steigende Luftverschmutzung, die Zunahme chemischer Stoffe in unserer Umwelt und übertriebene Hygiene eine Rolle spielen. Je höher diese sind, desto schwächer entwickelt ist das Immunsystem! Eine Interessante These gibt es dabei auch zum Thema Wurmbefall bei Kindern: Diese haben in den westlichen Industriestaaten kaum noch Kontakt zu Parasiten (verbesserte Hygiene, besserer Ernährungszustand, systematische Entwurmungskuren bei den Haus- und Nutztieren, usw.). In einer Leipziger Fallkontrollstudie an mehr als 4000 Kindern wurde festgestellt, dass Kinder die schon einmal Darmwürmer hatten, weniger allergiegefährdet sind als wurmfreie Kinder. Wurmbefall reduzierte die Häufigkeit eines (meist atopischen = ererbte Veranlagung) Ekzems von 16 % auf 8 %. Insgesamt wiesen die Wurmkinder seltener IgE-Sensibilisierungen auf. Besonders ausgeprägt war die negative Korrelation zwischen früherem Parasitenbefall und Hausstaubmilbensensibilisierung.

Aus Sicht der Homöopathie tragen Impfungen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass Allergien bei entsprechender Veranlagung heutzutage immer früher und heftiger auftreten. Bis zum 2. Lebensjahr hat heute ein Kind ca. 5 - 10 Impfungen mit Fremdsubstanzen (Fremdproteine; Fremdstoffe/Gifte wie: Formaldehyd, Aluminiumverbindungen, Quecksilber, Antibiotika) erhalten. Durch das frühe Impfen wird das kindliche Immunsystem (welches noch in der Aufbauphase ist) überfordert (Mehrfachimpfungen). Man weiss heute, dass ungeimpfte Kinder viel weniger an Infektionskrankheiten leiden, weniger häufig an Allergien leiden und viel mildere Verlaufsformen bei Kinderkrankheiten haben als geimpfte Kinder (ein 100 %iger Impfschutz gibt es nie, die Kinder erkranken zudem dann zeitverzögert, z.B. erst im Pubertätsalter). Bevor eine Frau heute schwanger wird, hat sie unzählige Impfungen hinter sich. Dies alles hat grosse Auswirkungen auf die Menschen und auf kommende Generationen.

Dossier Impfensiehe auch: Dossier Impfen


Zu den wichtigsten Allergenträgern zählen:

  • Pollen, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel (Kuhmilch, Getreide, Erdbeeren, Schalentiere), Lebensmittelzusatzstoffe, Tierhaare, Insekten (Bienen), Schimmelpilze, Schimmelpilze, Kosmetika, chemische Stoffe (z.B. Farbstoffe; Nahrungszusatzstoffe), Metalle (Nickel, Chrom), Medikamente (z.B. Penicillin).

Antigene bewirken, dass Antikörper, bzw. Immunglobuline gebildet werden. Diese Reaktion verläuft zunächst unbemerkt ab. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen kommt es aber zu einer heftigeren Reaktion: Es werden Histamine freigesetzt. Grössere Mengen Histamin führen zu akuten Beschwerden wie Atemnot, Blutdruckabfall, Rötung der Haut, Nesselausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall.

Eine Allergie kann sich in unterschiedlichen Krankheitsbildern äussern

Die möglichen Komplikationen richten sich nach dem Reaktionstyp, dieser bestimmt auch das zeitliche Auftreten der Symptome. Sie können entweder als Sofortreaktion oder erst nach Stunden (verzögerte Soforttypreaktion) oder Tagen (Spätreaktion) auftreten. Grundsätzlich können allergische Reaktionen sowohl zu örtlich begrenzten, als auch zu allgemeinen, generalisierten Beschwerden führen.

Lokale Beschwerden äussern sich im Allgemeinen dort, wo der Kontakt mit dem Allergen stattgefunden hat, wie z.B. an den Schleimhäuten der Atemwege mit Niesen, Schnupfen oder Atemnot, an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts mit Erbrechen oder Durchfall oder an der Haut mit Nesselsucht oder Hautausschlägen.

Je schneller die Beschwerden einsetzen, desto schwerer verläuft die allergische Reaktion. Am meisten gefürchtet ist der anaphylaktische Schock mit Schwindel, Unruhe, Herzklopfen, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen, Kältegefühl, Atemnot, Hautreaktionen, Blutdruckabfall, bis hin zum völligem Kreislaufversagen. Notarzt! Schocklagerung (Beine flach), evtl. Oberkörper hoch lagern. Körper warm halten. Person beruhigen.

Symptome treten bei einer Allergie solange auf, wie die Allergene im Organismus vorhanden sind.

  • Heuschnupfen

  • Asthma

  • Ekzeme

  • Juckreiz

  • Nesselfieber (Quaddeln)

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen, Magenschmerzen

  • Chronische Mittelohrentzündung

  • Nasennebenhöhlenentzündung

  • Ödeme/Wassereinlagerungen

  • anaphylaktischer Schock


Schulmedizinische Behandlung


Die Allergie-Behandlung mit Medikamenten bekämpft, anstatt die Ursache der Überreaktion, nur deren Symptome. Es werden vorallem Anti-Histaminika verabreicht. Die Anti-Histaminika stabilisieren die Mastzellen, die während einer allergischen Reaktion das Histamin ausschütten, und hemmen so die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen ins Gewebe. Das führt in erster Linie zum Abschwellen der Nasenschleimhäute, darüber hinaus tritt eine antientzündliche Wirkung ein. Im Gegensatz zur Homöopathie ist die Therapie nie abgeschlossen, sondern muss immer weiter fortgeführt werden, solange die Symptome auftreten, oft das ganze Leben lang.

Es wird auch empfohlen, den Kontakt mit den auslösenden Substanzen zu meiden. Das heisst je nachdem: Nahrungsumstellung; keine Fertigprodukte verwenden (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, usw.); hypoallergene Säuglingsnahrung; Haussanierung (kein Teppich; Allergiker-Matratze, Deckbetten, keine Vorhänge), usw.

Desensibilisierungen (Hyposensibilisierung)

Unter einer Hyposensibilisierung versteht man eine spezielle Therapie, mit deren Hilfe dem Körper eine allergische Reaktion abtrainiert wird. Dies geschieht durch Gaben eines hochverdünnten Allergens auf das der Patient allergisch reagiert. Das Medikament wird in der Regel in wöchentlichen Gaben mit langsam steigender Konzentration unter die Haut gespritzt. Mit der Sensibilisierung wird versucht eine Krankheit mit dem gleichen Stoff zu heilen, welche sie verursacht hat (= Isopathie). Die Hyposensibilisierung ist ein aufwendiger Prozess, der mehrere Jahre dauern kann.

In homöopathischen Praxen kann man oft beobachten, dass sensibilisierte Patienten teilweise Linderung erfahren, gegen einzelne Allergene unempfindlicher werden, die Allergiekrankheit jedoch anhält. Sie meldet sich oft gar in noch heftigerer und unangenehmerer Weise. Das heisst, die saisonale Pollenallergie geht beispielsweise in eine Hausstauballergie mit Asthma oder in eine Lebensmittelallergie über. Man spricht dann von einem "Etagenwechsel". Die Krankheit verlagert sich dabei in tiefere Organsysteme wie Lunge oder Darm!


Behandlung Klassische Homöopathie


In der Homöopathie wird ein "ähnliches Arznei-Mittel" gewählt um eine ähnliche Krankheit zu heilen. Für eine homöopathische Verschreibung werden deshalb alle Symptome des Krankheitszustandes berücksichtigt (Körper, Geist und Gemüt), das heisst es wird individualisiert.

Allergien können akut oder chronisch behandelt werden, sie sind nicht für die Selbstbehandlung geeignet. Es kommt dabei unweigerlich zu Unterdrückungen von Symptomen. Die Krankheit wird dadurch chronifiziert.

Akutbehandlung

Während der Pollenflugsaison bringen homöopathische Arzneimittel innert Stunden eine enorme Erleichterung, ja Beschwerdefreiheit ohne störende Nebenwirkungen wie Müdigkeit usw. Die Erfahrung zeigt hier, je mehr gute Symptome vorhanden sind, umso nachhaltiger ist die Wirkung des homöopathischen Arzneimittels (möglichst wenige unterdrückende Behandlungen mit Cortison, Antihistaminica, homöopathische Komplexmitteln oder Bioresonanz). Später erfolgt dann während der allergenfreien Zeit, z.B. im Spätherbst und Winter eine Konstitutionsbehandlung um die Alllergie-Disposition zu beruhigen.  

Chronische Behandlung

Bei einer Konstitutionsbehandlung werden miasmatische Symptome, psychische Faktoren, Stress, Umweltgifte Lebensumstände, unterdrückende Behandlungen und Impfungen zur Arzneimittelwahl miteinbezogen. Deshalb wird eine sehr umfassende Anamnese gemacht. Die Arzneimittelgaben müssen dem Allgemeinzustand des Patienten angepasst werden und die Arzneimittelfolgen nach miasmatischen Überlegungen aufeinander abgestimmt werden. Bei Asthma, Neurodermitis, Psoriasis sind eine engmaschige Betreuung und eine gute Zusammenarbeit mit dem Patienten und behandelnden Arzt notwendig.

siehe auch: Heuschnupfen, Asthma, Milchschorf, Windel-Ausschlag, Neurodermitis

Homöopathische Komplexmittel

Eine Behandlung mit homöopathischen Komplexmitteln ist nicht zu empfehlen. Damit werden zwar "Symptome" wie Augentränen, gerötete Augen Fliessschnupfen, usw. behandelt, die Krankheits-Ursache wird dadurch aber nicht behoben. Die Erfahrungen im Praxisalltag zeigen, dass eine symptomatische Behandlung von Jahr zu Jahr weniger bringt und sich die Symptome in die Tiefe verlagern. Man spricht hier von einem "Etagenwechsel". Das heisst, die Allergiekrankheit wird chronifiziert. Es kann z.B. zu Asthma, Neurodermitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronischen Mittelohrentzündungen oder chronischen Nebenhöhlenerkrankungen kommen.


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