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Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)


Siehe auch:
Blutdruck
Herzerkrankungen
Kreislaufbeschwerden (in Bearbeitung)


Das Wort Arteriosklerose setzt sich aus drei Teilen zusammen:
"Arterio" = Arterien (Schlagadern)
"skler" = hart
"ose" = Begriff für die Erkrankung

Bei Arteriosklerose handelt es sich um eine Erkrankung der Schlagadern (Arterien), die mit einer Verhärtung der Gefässwand einhergeht (Plaques = abgelagerte Fettstoffe und Calcium). Es bilden sich dadurch Turbulenzen im Blutstrom, die die innere Arterienwand zusätzlich schädigen. An solchen verletzten und unebenen Stellen ist die Gefahr gross, dass die Plaque aufreist und sich Blutgerinnsel bilden, die wachsen und das Gefäss noch mehr verengen und später oft ganz verschliessen. Verengte Gefässe führen zu erhöhtem Blutdruck, was längerfristig für das Herz eine schwere Belastung bedeutet. Als Folge davon kommt es zu Mangeldurchblutung und Unterversorgung von Geweben und Organen.

Gefährlich wird es, wenn auch das schwer arbeitende Herz selbst nicht mehr gut durchblutet wird. Denn stark "verkalkte" Herzkranzgefässe können das Herz bei starker Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Menschen mit einer solchen koronaren Herzerkrankung haben deshalb ein wesentlich höheres Herzinfarktrisiko.

Der Prozess beginnt bereits ab dem 20. Lebensjahr (teilweise sind heute schon Kinder betroffen), tritt also nicht nur im fortgeschrittenen Alter auf. Fast jeder zweite Mensch in der westlichen Welt stirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Die Arteriosklerose ist eine tückische Krankheit, weil sie sich langsam entwickelt und oft über Jahre und Jahrzehnte keine Beschwerden verursacht. Je nachdem, wo im Körper die arterioklerotischen Plaques am stärksten ausgeprägt sind, treten Beschwerden am Herzen, Gehirn, Extremitäten oder Nieren auf.

Ursachen

  • Hoher Blutfettspiegel

  • Bluthochdruck (durch die höhere Druckbelastung in den Gefässen werden diese geschädigt)

  • Übergewicht

  • Rauchen

  • Stress

  • Diabetes

  • Alter

  • Ernährung

  • Vererbung

  • Freie Radikale. Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle welche Zellmembranen schädigen. Sie entstehen in den Zell-Mitochondrien, wenn Sauerstoff zur Energiegewinnung umgewandelt wird. Freie Radikale entstehen auch durch Rauchen, Stress, Sport, Krankheit, falsche Ernährung, Alkohol, Umweltgifte, Autoabgase, UV- und radioaktive Strahlung. Es gibt nützliche freie Radikale, die z.B. von den weissen Blutkörperchen zur Immunabwehr (Bakterien, Krebszellen) gebildet werden. Antioxidativ wirkende Stoffe sind Vitamin C, E, Beta-Carotin, Selen, Zink.  

Symptome

Meist macht eine Arteriosklerose lange Zeit keine Beschwerden. Mit der Zeit treten aber Schmerzen, Kribbeln, Ameisenlaufen, Kältegefühl oder rasche Ermüdbarkeit der minder durchbluteten Extremität auf (oft Unterschenkel). Schlecht heilende Wunden können auch oft ein Hinweis sein, dass eine mangelnde Blutversorgung vorliegt.

  • Gedächtnisstörungen

  • Schwindel

  • Verwirrtheit

  • Vergesslichkeit, Gedächtnisschwäche

  • Ohrengeräusche

  • Sehstörungen

  • Durchblutungsstörungen in den Beinen (Schaufensterkrankheit)

  • Gefühllosigkeit in Armen, Beinen

  • Frieren

  • Beinkrämpfe

  • Schwäche in den Extremitäten (Beine, Arme, Hände)

  • Schlaganfall

  • Angina pectoris

  • Herzinfarkt

  • Erektionsstörungen

  • Paradontitis (Zahnfleischschwund)


Tipps


  • Ernährungsumstellung (Eier, Butter, tierische Fette verringern), viel Gemüse, Früchte, kaltgepresste Öle (Mediterrane Küche)

  • Bewegung, Barfusslaufen

  • Gewichtsreduktion

  • Mit Rauchen aufhören

  • Ginkgo-Präparate (wirken Durchblutungsfördernd)

  • Knoblauchpräparate (beeinflussen die Fliesseigenschaft des Blutes, senken das Cholesterin)

  • Omega-3-Fettsäuren (verringern das Ablagerungsrisiko, verbessern die Fliesseigenschaft des Blutes, senken den Blutdruck und das Cholesterin.


Behandlung Schulmedizin


Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden:
Durchblutungsfördernde, blutdrucksenkende, blutverdünnende, Cholesterin senkende Medikamente.
Acetylsalicylsäure (Verbesserung des Blutflusses).
Operation: Dilatation (Erweiterung Blutgefässe), Bypass.


Behandlung Klassische Homöopathie


Arteriosklerose wird immer konstitutionell behandelt, weil hier eine systemische Erkrankung vorliegt. Das Therapieren auf einzelne Symptome würde hier nichts bringen. Es ist ja gar nicht so verwunderlich, dass die Erweiterung der Adern durch Ballondilatation oder durch Einsetzen eines Gitternetzröhrchens (STENT) ebenso wenig zu langfristigen Erfolgen führt, wie die heute viel zu häufig praktizierten Bypass-Operationen. Die Ursache, warum es zu Gefässablagerungen, Entzündungen kommt, wird dadurch ja nicht behoben.

Die Homöopathie kann auch in fortgeschrittenen Fällen den Krankheitszustand stabilisieren oder zur deutlichen Verbesserung führen. Je früher die Behandlung begonnen wird umso schneller treten die Erfolge ein.

Wie in der klassischen Schulmedizin wird geschaut, wo genau das Problem liegt. In der Homöopathie wird aber auf spezifische Allgemein-Symptome mehr Wert gelegt als auf klinische Krankheitssymptome.

Sind bereits schwere Gewebeschäden eingetreten, kann die Homöopathie zusammen mit der Schulmedizin begeleitend eingesetzt werden.



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