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Burnout-Syndrom

Burnout-Syndrom


Siehe auch Ängste

"To burn out" heisst übersetzt "ausgebrannt" und beschreibt einen Zustand der inneren Leere. Dieser Zustand dauert über Monate an und führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt. Sie tritt hauptsächlich bei Menschen mit starkem beruflichem Engagement auf, die sich sehr unter Druck setzen und deren hohe Erwartung an sich selbst in Überforderung übergeht. Fehlendes Lob, ausbleibende Erfolge und/oder Überlastung, die sich vielleicht auch noch mit schlechtem Arbeitsklima und ungünstigen Arbeitsbedingungen paart, tragen zum Ausbruch der Erkrankung bei. Findet der Betroffene keinen Ausgleich in der Freizeit, besteht die Gefahr, ins Burnout zu rutschen.

Fälschlicherweise wurde das Burnout-Syndrom lange als "Managerkrankheit" bezeichnet, Burnout stellt sich auch in Berufen ein, in denen die persönliche Zuwendung (Patienten, Klienten, Betreuungspersonen, Schüler, usw.) ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit ausmacht (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Lehrer, Mütter).

Gleiche Krankheit, mehrere Krankheitsbezeichnungen

  • Burnout-Syndrom/ Erschöpfungs-Syndrom

  • Chronic Fatigue Syndrom (CFS)

  • Chronic Fatigue/Immune Dysfunction Syndrome" (CFIDS)

Den Ausschlag für die Namensgebung gab die jahrelange, lähmende Erschöpfung der Patienten. Den Betroffenen fehlt die Energie für die einfachsten Aufgaben des täglichen Lebens. Der Betroffene ist depressiv verstimmt, ermüdet schnell.

Ursachen

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind nicht bekannt. Forscher diskutieren zahlreiche Varianten (Viren, Pilze oder Umweltgifte), ebenso kommen aber auch Stress (am Arbeitsplatz, Zeitdruck, Nacht- und Schichtarbeit, Mobbing, usw.), Überlastung, Hormonstörungen, Störungen des Immunsystems, Elektrosmog, Amalgambelastung, Impfungen in Frage.

Diagnose

Die Vielzahl der Symptome und ihrer individuellen Kombinationen ist mit ein Grund, warum die Diagnose CFS so schwierig ist. Es gibt kein einzelnes Symptom, anhand dessen die Diagnose CFS gestellt werden kann.

Andere Erkrankungen, die ähnlich schwere Erschöpfungszustände auslösen, müssen ausgeschlossen werden. Dazu gehören unter anderem Fibromyalgie (eine rheumatische Erkrankung), Leukämie (Blutkrebs) oder auch psychische Störungen wie Depressionen.

Burnout schleicht sich langsam ein

Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise:

  • Ehrgeiz: Betroffene arbeiten nahezu pausenlos, der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt

  • Mangelnde Stressbewältigungsstrategien

  • Unbestimmte Ziele

  • Betroffene fühlen sich unentbehrlich und vollkommen

  • Hyperaktivität, Helfersyndrom

  • Perfektionismus

  • Nichtbeachten eigener Bedürfnisse

  • Verdrängen von Misserfolgen

  • Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich, z.B. die Kunden

  • Erschöpfung

  • Chronische Müdigkeit

  • Energiemangel

  • Konzentrationsschwäche

Körperliche Symptome

  • Hals- und Kopfschmerzen

  • Empfindliche Lymphknoten im Hals- und Achselbereich

  • Gelenkschmerzen ohne Schwellung und Rötung

  • Muskelschmerzen (Krämpfe, Zuckungen, Druckempfindlichkeit)

  • Übelkeit

  • Leichtes Fieber

  • Unerklärliche, anhaltende oder wiederkehrende Erschöpfung über 6 Monate, welche neu oder zeitlich bestimmbar eingesetzt hat (nicht Folge einer anhaltenden Überlastung); sie verbessert sich auch nicht wesentlich durch Ruhe

  • Permanenter Müdigkeit
    Konzentrationsschwäche, Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses; Worte werden verwechselt

  • Emotionale Labilität und Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit

  • Lustlosigkeit

  • Depressionen, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit

  • Rückzug von Kollegen, Kunden, Freunden und Bekannten

  • Angstzustände, das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein

  • Mangelndem Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich, Gefühle des Versagens

  • Unerholsamer Schlaf

  • Verschlechterung des Zustandes für mehr als 24 Stunden nach Anstrengung

  • Geräuschempfindlichkeit

  • Alkohol-, Drogenmissbrauch

Psychosomatische Reaktionen

  • Chronische Kopf-, Magen-, Darm-Beschwerden

  • Schwächung des Immunsystems (Infektionsneigung; Allergien)

  • Verspannungen

  • Sehstörungen

  • Tinnitus

  • Hörsturz

  • Herzkrankheiten

  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt

  • Kreislaufprobleme (kalte Hände, Füsse, Empfindlichkeit auf extreme Temperaturen, Gesichtsblässe) Häufiges Wasserlassen

  • Sexuelle Probleme

  • Herzklopfen

  • Hohe Pulsfrequenz (Tachykardie)

  • Erhöhte Sensibilität gegenüber Medikamenten

Risikofaktoren

  • Hoher Leistungsdruck

  • Unpersönliche Arbeitsatmosphäre, Konflikte am Arbeitsplatz

  • Termindruck

  • Rollenunklarheit

  • Über- und Unterqualifikation

  • Fehlende Anerkennung

  • Perfektionismus

  • Idealismus

  • Nicht-Nein sagen können

Vorbeugung

  • Familie/Freunde

  • Hobbies

  • Sport

  • Ausgewogene Ernährung

  • Geregelter Schlaf, Ruhezeiten


Behandlung Schulmedizin


  • Die Vorschläge des Arztes richten sich nach dem Beschwerdebild.

  • Medikamente welche stimmungsstabilisierend wirken oder Beruhigungs- und Schlafmittel, Antidepressiva, usw.


Tipps


  • Alkohol und Kaffee in Massen, Nikotin meiden

  • Bei Medikation (Psychopharmaka), schulmedizinische Begleitung

  • Ausreichend Schlaf

  • Pflege von Hobbys und sonstigen Tätigkeiten ausserhalb des Berufs


Tipps aus der Naturheilkunde


  • Sanierung erkrankter Zähne

  • Darmsanierung

  • Körperliche Entgiftung, damit alle Verschlackungen, die sich im Laufe der Jahre im Körper gesammelt haben, über den Darm- und Lebermeridian sowie die Lymphdrüsen ausgeschieden werden können

  • Einnahme von Vitamin C, E und Magnesium.

  • Schulter- und Nackenmassagen, Kneippsche Anwendungen, medizinische Bäder mit entsprechenden Zusätzen

  • Körperliche Bewegung

  • Morgendliches Trockenbürsten des ganzen Körpers (in kreisförmiger Bewegung zum Herzen aufsteigend) sowie anschliessendes Wechselduschen (d. h. mit kühl oder kalt abschliessen).

  • Körperliche Aktivität (nicht Leistungssport!)

  • Rückkehr zu Vollkornprodukten und faserreicher Ernährung (z.B. Müsli, aber selbstgeschrotet), grosser Anteil von Obst und Gemüse, möglichst in roher Form; Einschränkung raffinierter Produkte und Konserven.

  • Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga

  • Johanniskraut, Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume, Kava-Kava

  • Kräutertees mit Kamille, Fenchel, Thymian, Melisse


Behandlung Klassische Homöopathie


Stress ist für jede Person ein Alltagsthema. Es ist erstaunlich, wie lange sich viele Menschen ausgebrannt dahinschleppen, ohne über mögliche Ursachen nachgedacht zu haben. Viele Menschen, vor allem Männer scheuen sich auch vor einer psychiatrischen Diagnose. Mit einer Diagnose wie Burnout hingegen können Sie etwas anfangen, sie ist "in". Man wird nicht mehr abgestempelt sondern wahrgenommen.

Die Behandlung, egal ob jetzt "chemisch" oder "alternativ", muss immer auf die Primärsymptome abgestimmt sein: z.B.: Steht eine Depression im Vordergrund, sollte diese vordringlich behandelt werden, ist es ein Magengeschwür oder Schlafstörungen natürlich diese. Je nachdem richtet sich also die Behandlungsart.

Wichtig bei Burnout ist zu erkennen, dass es eine Entstehungsgeschichte gibt. Wie bei jeder Therapie ist es auch bei der Homöopathie wichtig, die Krankheitsursachen zu erkennen und gegebenenfalls zu ändern. Das ist aber oft sehr schwer.

Zu Beginn führe ich mit der betroffenen Person ein langes Anamnesegespräch. Ist es überhaupt Burnout, in welcher Phase befindet sich der Patient, welche körperlichen Erkrankungen gibt es? Ich frage nach Persönlichkeitszügen, was für ein Mensch sitzt mir gegenüber? Was für Erwartungen an sich oder an seinen Beruf hat er. Wo gibt es Punkte, welche bei ihm Stress erzeugen und wie wirkt sich dieser bei ihm aus? Wann haben sich bei ihm die ersten Burnout-Symptome entwickelt, was war da genau los? Wie sieht sein privates und berufliches Umfeld aus? Gibt es Dinge die ihm Freude bereiten, Träume und Wünsche, die er gerne realisieren möchte. Wäre er auch bereit, diese dann auch umzusetzen? Wo sind seine Grenzen (beruflich, persönlich)? Welche Grenzen ist er überhaupt bereit zu akzeptieren? usw.

Nach der Anamnese entscheide ich mich dann für ein homöopathisches Arzneimittel, dieses ist genau auf die betreffende Person abgestimmt. Die Klassische Homöopathie berücksichtigt Körper, Geist und Seele, deshalb hat eine konstitutionelle Behandlung gerade bei Burnout sehr gute Erfolgsaussichten.

 

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