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Folliculitis

Folliculitis (Haarbalgentzündung)


siehe auch: Abszesse und Furunkel


Die menschliche Haut ist von unzähligen gutartigen Bakterien besiedelt. Der natürliche Hautschutz und das Immunsystem sorgen dafür, dass Bakterien nicht in den Körper eindringen können. Wenn Bakterien entlang des Haarfollikels in tiefere Hautschichten einwandern, kommt es zu einer Entzündung der Talgdrüse. Es entstehen gelbe Pusteln. Schlechte hygienische Verhältnisse, eine verminderte Immunabwehr, hormonelle Veränderungen (z.B. in der Pubertät), fördern die Besiedlung der Haut mit Bakterien.

Eine Folliculitis ist eine harmlose Erkrankung, sie kann aber zur Abszessen oder Furunkel führen.

Ursachen

  • Eiterbakterien (Staphylocokkus aureus), Hefepilze (Candida albicans), Haarbalgmilben (Demodex)

  • Rasieren, Epilieren

  • Nachwachsende Haare wachsen schlecht nach, d.h. sie kommen nicht durch die Haut, wachsen unter der Haut weiter. Man spricht auch von eingewachsenen (Bart-) Haaren.

  • Kratzen; oberflächliche Wunden

  • Schwitzen, enge Kleidung (die Luftzufuhr wird eingeschränkt, Bakterien- und Pilzwachstum wird durch Wärme und Feuchtigkeit gefördert).

  • Akne

  • Immunschwächende Krankheiten wie Diabetes, HIV, dialysepflichtiges Nierenversagen

  • Cortison, Antibiotika

  • Mangelnde Hygiene

Symptome

Eine Haarbalgentzündung ist wenig schmerzhaft, sie kann aber mehr oder weniger stark jucken. Vordergründig ist für den Betroffenen meist das kosmetische Problem. Männer erkranken häufiger als Frauen. Betroffen ist v.a die Bartregion, Hals, Kopf, Oberkörper, Gesäss, Bikinizone. In vielen Fällen verläuft die Krankheit chronisch.

  • Gerötete Papeln (Hauterhebungen), Eiterpusteln mit einem Haar in der Mitte.

  • Die oberflächlichen Entzündungen heilen meist ohne Narbenbildung ab. Breitet sich die Entzündung aus, können Abszesse und Furunkel entstehen welche Narben hinterlassen können.

Tipps

  • Regelmässiges Händewaschen mit Seife

  • Regelmässiges Peeling verhindert das tiefe Einwachsen der Haare

  • Die Papeln nicht drücken, quetschen


Schulmedizinische Behandlung


  • Antiseptische Seife (z.B. Betadine), desinfizierende Lösung, um eine Bakterieninfektion zu vermeiden

  • Lokal werden antibiotische Salben angewendet (Vorsicht bei Langzeitanwendung)

  • Bei generalisierter Folliculitis Antibiotika-Tabletten

  • Aknemittel, welche eine schälende und antibakterielle Wirkung haben

  • Rotlicht oder UV-Licht


Tipps aus der Naturheilkunde


  • Fangopackungen, Quarkwickel

  • Desinfektion und Wundheilung: Waschung mit Calendula-Lösung (1 TL Tinktur in ein Glas abgekochtes Wasser/ oder 10 Tr. Calendula- Tinktur auf 1 EL Wasser).

  • Teebaumöl (nicht bei homöopathischer Therapie anwenden)

  • Zur Reifung eines Abszesses heisse Kompressen (z.B. Leinsamen, Heublumen)

  • Heilerde-Auflagen vermindern den Juckreiz

  • Aloe Vera-Gel

  • Calendula-Salbe, Echinacea-Salbe (muss ausprobiert werden, fette Salben können den Hautzustand zusätzlich verschlimmern)

  • Johanniskrautöl-Kompressen

  • Sonnenhut (Echinacea)- Kur

siehe auch: Abszesse und Furunkel


Behandlung Klassische Homöopathie


Zu bakteriellen Hauterkrankungen kommt es, wenn die Abwehrkraft der Haut und die Hautbarriere beeinträchtigt sind. Ob Haarbalgentzündung, Abszesse, Furunkel - hier bietet die Homöopathie einen guten Behandlungsansatz. Zwar kann eine hochgradige akute Entzündung (Abszess, Furunkel) mit einem Akutmittel behandelt werden, danach erfolgt eine Konstitutionstherapie. Das bedeutet, dass eine ausführliche Anamnese gemacht werden muss. Dabei werden die individuellen Symptome, die charakteristischen körperlichen, emotionalen und geistigen Merkmale erfragt. Die Heilung muss grundsätzlich von innen heraus erfolgen.


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