Sie befinden sich hier: Startseite > Behandlung > Krankheiten > Grippe

Grippe

Grippe (Influenza)


siehe auch: Erkältungen

Grippe ist eine Viruskrankheit, die das Atem-, Nerven- oder Verdauungssystem befällt. Die Ausbreitung erfolgt über Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten). Eine Influenza ist selten gefährlich, sie bahnt jedoch oft den Weg für weitere Krankheiten wie Lungenentzündung, Ohrenentzündung, Nebenhöhlenentzündung (meist bakteriell verursacht).

Der Infizierte erkrankt, wenn seine Widerstandskraft schwach ist. Die einen erkranken schwer, andere bringen die Erkrankung in einer einzigen Nacht mit hohem Fieber und kräftigem Schwitzen hinter sich. Im Unterschied zu einem grippalen Infekt wird der gesamte Organismus befallen. Die Grippe tritt meist epidemisch auf, im Abstand von einigen Jahrzehnten sogar pandemisch.

Grippe-Epidemie

Bei einer Epidemie bleibt die Erkrankung auf eine bestimmte Region begrenzt. Das amerikanische Center for Disease Control spricht von einer Grippe-Epidemie, wenn die Todesrate durch Influenza und Lungenentzündung im Winter um mehr als 7,5 % höher liegt als in einem durchschnittlichen Winter. Eine neue Variante des Influenza-Virus trifft auf eine Bevölkerungsgruppe, die noch keine Abwehr, d. h. Antikörper gegen diesen Erreger aufgebaut hat.

Grippe-Pandemie

Unter Pandemie versteht man eine sich weit verbreitende, ganze Landstriche, Länder oder Kontinente erfassende Grippe-Epidemie.

Die schwerste Pandemie, die so genannte "Spanische Grippe " von 1918/1919, forderte mindestens 20 Millionen Menschenleben, manche Literaturstellen sprechen sogar von 50 Millionen Todesopfern. An den folgenden grossen Pandemien mit dem "Asia-Virus", welches  von 1957-1968 grassierte, und der "Hongkong-Grippe" von 1968-1970 starben weltweit jeweils ca. eine Million Menschen - allein in den alten Bundesländern waren es in beiden Fällen 20.000 bis 30.000.

Nach dem Auftreten einer Pandemie kommt es häufig zu Epidemien, die durch in ihren Oberflächenstrukturen veränderte Nachkommen (Antigen-Drift) des Pandemie-Virus ausgelöst werden. Verwandte "Nachfolge-Viren" der letzten Pandemie-Viren (z. B. seit 1968 "Hongkong" (Influenza-A-Virus Subtyp H3N2) und seit 1977 "USSR" (Influenza-A-Virus Subtyp H1N1) zirkulieren daher heute noch. Der jährliche Grippe-Impfschutz erfasst zwar neue Varianten des Influenza-Virus, d. h. leichte Veränderungen in der Oberflächenstruktur, aber keine komplett neuartigen Subtypen.

Unterscheidung Erkältung und Grippe


Erkältung

  • Bei einer einfachen Erkältung geht das Fieber selten über 39 C hinaus, bei Kindern kann es etwas höher sein.

Grippe

Der Beginn einer Grippe ist sehr stürmisch , die Symptome sind weit heftiger als bei einer Erkältung. Die Körpertemperatur steigert sich schnell zu hohem Fieber, dazu kommt oft Schüttelfrost. Die Schleimhäute der Atemwege sind entzündet. Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Husten, starkes Krankheitsgefühl, Kopf-, Glieder-, Muskel- und Rückenschmerzen, Kollapsneigung. Schmerzen im Bauch und Durchfälle sind häufig. Man fühlt sich bei einer Grippe richtig krank, alles tut weh. Das Fieber klingt bei unkompliziertem Verlauf nach 2 - 4 Tagen ab. Typisch ist eine lang dauernde Rekonvaleszenz: Schwäche, Schweissausbrüche, Müdigkeit. Eine Grippe kann manchmal eine weitere Infektion nach sich ziehen. Gelangen Bakterien durch die von den Viren geschädigten Atemwege, muss das Immunsystem an zwei Fronten kämpfen. Gelingt es ihm nicht die Bakterien abzuwenden, kann eine Entzündung der Nebenhöhlen, des Mittelohres, der Mandeln, der Bronchien od. der Lungen folgen. Durch Toxine (Gifte) können Organe geschädigt werden (z.B. Herz).

Grippe-Symptome

Die Symptome von Grippe-Wellen sind so verschieden, wie die Wandlungsfähigkeit der Grippe-Viren gross ist.

Eine Grippe tritt heftig und plötzlich auf:

  • Hohes Fieber, Beginn des Fiebers oft mit Schüttelfrost

  • Der Patient fühlt sich ziemlich krank: Zerschlagenheitsgefühl, Mattigkeit

  • Kopfschmerzen

  • Gliederschmerzen

  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Heiserkeit

  • Lymphknoten-Schwellung am Hals

  • Trockener Husten

  • Hypotonie/tiefer Blutdruck

  • Bradykardie/ erniedrigter Puls

  • schneller Puls bei hohem Fieber

  • Übelkeit, Durchfall (Bauchgrippe )

  • Das Schwächegefühl bleibt anschliessend oft noch länger bestehen. Es kommt oft auch noch zu Rückfällen, und der Patient ist für Komplikationen aller Art anfällig.

Bei Schwangeren, kleinen Kindern, älteren und geschwächten Menschen, Personen mit chronischen Lungen- und Herz- und Stoffwechselerkrankungen sollte man vorsichtig sein.

Homöopathin oder Arzt konsultieren


Tipps aus der Naturheilkunde


Vorbeugung

  • Vitamin- und mineralstoffreiche Nahrung mit viel Früchten und Gemüse

  • Reichliche Flüssigkeitszufuhr (hält die Schleimhäute feucht)

  • Reichliches Lüften; nicht in der Heizungsluft schlafen; Luftbefeuchter

Wenn sich erste Anzeichen bemerkbar machen

  • Bettwärme; Schwitzpackung mit Brustwickel; aufsteigendes Fussbad; ansteigendes Vollbad

  • Sanddorn

  • Heisser Lindenblütentee, danach Schwitzen und Bettruhe

  • Erkältungsbad und danach Bettruhe mit Schwitzen

  • 1 Glas warmes Wasser mit 1 EL Apfelessig und 1 EL Honig, 3 - 4 x tägl.

Wenn es Sie trotzdem erwischt hat (Niesen, Frösteln, Kopfdruck, Gliederschmerzen)

  • Bettruhe einhalten um das Herz zu schonen

  • Bei sehr hohem Fieber und Unwohlsein Wadenwickel mit kaltem Wasser/ Essigwasser Wickel nur bei warmen Extremitäten (Beine, Füsse, Hände) machen, sonst vorher warmes Fussbad machen)

  • Temperierte Sachen zu sich nehmen

  • Viel trinken (Wasser, Mineralwasser, Kräutertees wie Holunder, Lindenblüten, Hagebutten, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte)

  • Auf die Verdauung achten (Die Heilung verläuft langsamer, schwerer wenn eine Verstopfung/Obstipation vorliegt)

  • Sanddorn (hat einen hohen Vitamin C-Anteil)

Diät

  • Gemüsesuppe, Frisches, leicht Verdauliches, Getreideschleimsuppe

  • Randen-Suppe od. Randensaft/Rote Bete

  • Karottensaft

  • Kräutertee (Lindenblüte, Hagenbutte)

  • Ingwer-Tee mit etwas Honig - hat eine wärmende Wirkung

  • Honig beruhigt die Schleimhäute und bringt den Schleim heraus

Vermeiden sollten Sie

  • Käse, Bananen, Milchprodukte (Schleimbildung)

  • Saures (reizt die entzündeten Schleimhäute)

  • Rauchen od. Aufenthalt in rauchgefüllten Räumen

  • Alkohol, v.a. Bier (ist kühlend)

  • Baden, Duschen meiden, der Schweiss kann dadurch unterdrückt werden, besser sind warme Waschungen und dann wieder gut zudecken

  • Nasensprays
    Auf Dauer angewendet trocknen diese die Nasenschleimhaut aus.
    Besser: Sprays mit physiologischer Kochsalzlösung verwenden

  • Antibiotika helfen nur bei einer bakteriellen Infektion. Eine zu frühe und zu häufige Anwendung von Antibiotika fördert die Resistenz von Krankheitskeimen gegen Antibiotika.

  • Kopfschmerzmittel mit entzündungshemmende Substanzen, sie unterdrücken oder behindern die körpereigene Immunabwehr.

  • Fiebersenkende, entzündungshemmende Mittel

    • Fieber ist eine Abwehrreaktion Ihres Körpers. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur werden Viren und Bakterien vernichtet und die Produktion von körpereigenen Abwehrzellen aktiviert. Die auf Hochtouren ablaufende Immunreaktion Ihres Körpers wird durch solche Arzneimittel hinuntergefahren. Ein schleppender Krankheitsverlauf, eine lange Rekonvaleszenz (Erholungszeit), eine grundlegende Schädigung des Abwehrsystems (Abwehrschwäche, Immunschwäche) und schwere, chronische Erkrankungen können die Folge sein.

    • Da die Abwehr schlagartig lahm gelegt wird, können Viren in das Innere der Zellen eindringen und sich zu ihrer Vermehrung mit dem Genmaterial der Zellen verbinden. Passiert dies z.B. mit den insulinproduzierenden B-Zellen der Bauchspeicheldrüse, und heftet sich das Virus an die "Kopiervorlage" für das Insulinmolekül an. So kann es dazu kommen, dass von dann an jedem produzierten Insulinmolekül noch ein Virus anhängt. Das Abwehrsystem erkennt, dass die B-Zellen etwas Schädliches produzieren, greift diese an und vernichtet sie. So wird die Fähigkeit zur Produktion von Insulin immer geringer; ein Diabetes Typ I entsteht. Das wird dann von der Wissenschaft als "Autoimmunkrankheit" oder "Auto- Aggressions- Krankheit" bezeichnet. Dies mag eine der möglichen Erklärungen sein, dass Autoimmunkrankheiten immer im früher auftreten (z.B. eben Diabetes Typ I). Wenn noch weitere unterdrückende Behandlungen (z.B. Unterdrückungen von Ausscheidungsreaktionen; Medikamente wie Cortison, Antibiotika), Fremdeiweiss und Gifte (z.B. Impfungen) in den Organismus gelangen, ist das "Mass irgendwann voll".

      siehe auch Fieber


Behandlung Klassische Homöopathie


Der Verlauf einer Grippe kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Auch die Dauer ist recht unterschiedlich. Eine Grippe kann nur für Immungeschwächte bedrohlich werden.

Fieber hilft, wie oben beschrieben infektiöse Erreger zu eliminieren und das Immunsystem zu trainieren.
Durch die Erzeugung von Hitze beginnt auch das Schwitzen. Dadurch werden "Giftstoffe" und Wärme über unser grösstes Ausscheidungsorgan, die Haut abgeben. Schon unsere Grossmütter wussten dies, deshalb auch der berühmte heisse Lindenblütentee und die nachfolgende Schwitzpackung im Bett! Fieber sollte daher nie leichtfertig unterdrückt werden. Allenfalls kann die Körpertemperatur etwas abgesenkt werden um den Kreislauf etwas zu entlasten (Essigsöckchen; Wadenwickel).

An einer Grippe zu erkranken ist aus dem homöopathischen Blickwinkel betrachtet die Gesundheitsvorsorge. So weiss man z.B., dass Menschen, welche nie hohes Fieber entwickeln konnten, bzw. Fieberreaktionen immer unterdrückt wurden, eher an Krebs oder anderen, tiefen systemischen Krankheiten erkranken.

In der Homöopathie steht nicht eine Behandlung von Viren im Vordergrund, sondern der ganze Mensch. Deshalb werden die Arzneimittel auch individuell, das heisst nach dem Ähnlichkeitsprinzip der Klassischen Homöopathie verschrieben. Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen, Husten, Entkräftung usw. sind sehr gut behandelbar.

siehe auch Fieber


Grippe-Impfungen sind problematisch


Wegen der raschen Veränderung der Viren, und wegen teils bedenklicher Nebenwirkungen macht es wenig Sinn, ein Grippevirus mit dem Impfstoff vom letzten Jahr bekämpfen zu wollen. Eine effektive Grippeimpfung wird immer an der Zahl der bekannten Grippe-Erreger scheitern.

Eine Schutzimpfung bietet daher nur bedingt Schutz. Grippeepidemien treten nicht deshalb auf, weil die Menschen keine Immunität gegen die Grippe behalten, sondern weil sich der Grippevirus der Immunisierung anpasst und sich verändert.

siehe auch Dossier Impfen

Wer sich mit dem Thema noch mehr auseinandersetzen möchte:


siehe auch Bücher

siehe auch www.impfentscheid.ch


Vogelgrippe (Geflügelpest)


Die Vogelgrippe ist eine von Viren verursachte Tierseuche. Die meisten Erreger sind für Vögel ungefährlich, andere hingegen sind aggressiv. Die Erkrankung gibt es schon über 100 Jahre, eine Übertragung auf den Menschen kam bisher fast ausschliesslich bei engem Kontakt zu infizierten Tieren vor.

Zurzeit tritt vor allem in Asien der aggressive Virenstamm H5N1 auf. Die Möglichkeit besteht, dass dieser Virus sich irgendwann mit einem menschlichen Grippevirus verbindet. Aber auch ohne diese Verbindung könnte H5N1 in Zukunft für den Menschen gefährlich werden, da er sehr anpassungsfähig ist und sich schnell verändert. Niemand kann voraussagen, ob das überhaupt passiert. Das Ansteckungsrisiko für den Menschen kann als sehr gering eingeschätzt werden. Bekannt und nachgewiesen sind bisher in Asien etwa 120 Infektionen, von denen ca. 80 tödlich endeten (Stand Febr. 06). Wenn man bedenkt, wie viele Menschen in Asien leben, ist das ein verschwindend geringer Prozentsatz. Die Erreger werden beim Kochen oder Braten abgetötet.

Ansteckung

Die Vogelgrippe (KP, klassische Geflügelpest) H5N1 ist für Vögel ausserordentlich ansteckend. Das Virus wird hauptsächlich über Kot, aber auch über andere Sekrete ausgeschieden. Die Aufnahme erfolgt  oral durch direkten Kontakt.

Impfung

Derzeit macht die Impfung von Vögeln nicht wirklich Sinn, zumal die Tiere trotzdem latent erkranken können. Eine Kontrolle über die Seuchenlage wäre dann nicht mehr möglich.

Gegen Vogelgrippe kann sich der Mensch zurzeit nicht impfen lassen, weil das noch gar kein Krankheitsbild des Menschen ist.

Symptome

Über die Symptome der bisher erkrankten Menschen ist nicht viel bekannt.


Tamiflu, Resistenz gegen Vogelgrippevirus


http://www.vogelgrippe-aufklaerung.de/


Ein paar Fakten zur Vogelgrippe und zum
Virus A/H5N1:


http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe
http://de.wikipedia.org/wiki/Influenza_A/H5N1

Spezialforum zum Thema Vogelgrippe:

http://www.vogelgrippe-aufklaerung.de/


Rüdiger Dahlke: "Vogelgrippe - Gefahr für die Menschheit oder Panikmache?"


http://www.dahlke.at


zurück zu Krankheiten