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Muskelschmerzen

Muskelschmerzen


Siehe auch: Muskelkater; Fibromyalgie/Weichteil-Rheuma; Muskelzerrung; Rheuma; Rückenschmerzen; Sportverletzungen

Muskelschmerzen (Myalgien) können diffus oder lokal auftreten. Bei einer Muskelverspannung ist der Muskel verkürzt, er fühlt sich hart an, daher auch der Name Muskel-Hartspann (Myogelose). Auf Dauer kann eine Muskelverspannung zu Kopfschmerzen oder zum sogenannten Schulter-Arm-Syndrom führen.

Am häufigsten sind Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen, Schmerzen im Kieferbereich, Oberarmschmerzen, Oberschenkelschmerzen. Die betroffenen Muskeln machen sich z.B. bei längerem Sitzen am Computer oder beim Autofahren bemerkbar. Die Schmerzen können chronisch werden, es besteht dabei die Gefahr, dass Fehlstellungen eingenommen werden. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen ist eine schnelle, gezielte Behandlung von grosser Wichtigkeit.

Ursachen

Muskelschmerzen sind meist Begleiterscheinungen bestehender Grunderkrankungen.

  • Bewegungsmangel (führt zu schwacher Muskulatur, die Sauerstoffversorgung im Gewebe ist mangelhaft, usw.).

  • Physische Überlastung (Tragen und Bewegen von schweren Lasten, monotone Bewegungsabläufe (sich wiederholende Hand- und Armbewegungen, das Einnehmen ermüdender oder schmerzhafter Körperhaltungen).

  • Ungenügender Muskelaufbau (Bauch; Rücken).

  • Sportverletzungen (Prellung, Quetschung, Verstauchung, Zerrung).

  • Ungenügendes Aufwärmen beim Sport.

  • Ungleichgewicht der Körperstatik.

  • Psychische Anspannung (Stress, Ängste, Kummer, Überforderung).

  • Halswirbelsäulenprobleme (Schmerzen in der Schulter, im Arm oder in den Fingern, Taubheitsgefühlen und Kribbeln); degenerative Veränderungen (Hals-Wirbelsäulensyndrom; Arthrose; Osteoporose; Bandscheibenvorfall).

  • Erkältungsneigung, z.B. Empfindlichkeit auf Zugluft.

  • Übergewicht

  • Stoffwechselstörungen (Übersäuerung; Rheuma; Eisenmangel; Magnesiummangel).

  • Infektionen (z.B. Grippe; Borreliose).

  • Autoimmunstörungen (z.B. Fibromyalgie; Multiple Sklerose/ MS).

  • Durchblutungsstörungen

  • Venenentzündung, Venenschwäche, Krampfadern.

  • Eisenmangel, Magnesiummangel, Kalkmangel.

  • Amalgambelastung

  • Störfelder (Zähne; geopathische Belastungen).

  • Nebenwirkungen Medikamente (z.B. Entwässerungstabletten; Sortis), Impfungen.

Symptome

Die Abgrenzung zwischen Muskelschwäche und Muskelschmerz ist nicht immer einfach. Muskelschmerzen sind durch schmerzhafte Punkte (Triggerpunkte) gekennzeichnet. Diese können weit ausstrahlen und andere Ursachen vortäuschen. An den Triggerpunkten lässt sich ein Schmerz provozieren, der in die betroffene Körperregion ausstrahlt. Bei Überbelastung oder durch Fehlbelastung werden diese Punkte aktiviert. Diese druckempfindlichen Stellen befinden sich typischerweise in der Muskulatur, aber auch in Bändern, Sehnen, Gelenkkapseln und der Knochenhaut. Triggerpunkte: Siehe Fibromyalgie

  • Muskelschmerzen (Myalgien) äussern sich sehr unterschiedlich, sie können im Ruhezustand dumpf, reissend, ziehend, kneifend, stechend, brennend, sein. Die Intensität wechselt. Die Muskel- und Sehnenansätze sind auf Druck schmerzhaft.

  • Myalgien sind oft von weiteren Symptomen wie Muskelverspannung (Muskelhartspann), Schonhaltung und einer Einschränkung der Beweglichkeit begleitet. Muskelschmerzen können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne, Gefühlsstörungen auslösen. 

  • Kraftverlust v.a. der rumpfnahen Muskulatur mit zunehmender Schwäche, z.B. beim Heben der Arme, des Kopfes von der Unterlage oder beim Treppensteigen.

  • Muskelkater (die Muskeln sollten hier weiter leicht beansprucht werden, bei Vorliegen einer Muskelverletzung hingegen sollte möglichst eine Ruhepause eingelegt werden).  

  • Muskelkrämpfe (Minderversorgung, Übersäuerung der Muskulatur).

  • Muskelschwund

Schulmedizinische Behandlung


Die Therapie der Muskelschmerzen (Myalgie) richtet sich nach der jeweiligen Grunderkrankung. Gegen Muskelverspannungen sollte man möglichst früh etwas unternehmen, damit die Schmerzen nicht chronisch werden.

  • Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Muskelrelaxantien, Cortison.

  • Schmerzlindernde Salben, Gels (Kampfer, Menthol stören eine homöopathische Behandlung).

  • Magnesium (Krämpfe)

  • Ruhe und Schonung bei akuten Schmerzen.

  • Kälte- oder Wärme-Anwendungen (Wärme ist bei einer Entzündung kontraproduktiv).

  • Physiotherapie, Elektrotherapie, Massage (nicht bei akuter Entzündung).

 

Tipps


  • Regelmässiges Schwimmen

  • Gymnastik (kein Kopfkreisen, kein starkes Rückwärtsneigen des Halses).

  • Haltungskorrektur beim Sitzen, Schlafen (keine Bauchlage, Seitenlage mit festem Kissen). Am Arbeitsplatz häufiger die Sitzposition ändern.

  • Entspannungstraining

  • Akupunktur

  • Massage (nicht bei akuter Entzündung, erst nach Abklingen leichte Streichmassage machen)


Tipps aus der Naturheilkunde


  • Arnika, äusserlich mit Umschlägen (1 TL Blüten mit ¼ l kochendem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen; oder 1 EL Tinktur mit ¼ l Wasser verdünnen). Vorsicht: Arnika nie auf offene Wunden geben.

  • Salben: Arnika; Rosskastanie; Beinwell (Wallwurz/Symphytum)

  • Johanniskrautöl einreiben(Vorsicht: Haut nicht der Sonne aussetzen)

  • Heublumen-Wickel/Bäder

  • Warme Wickel/Kompressen (Wasser; Salzwasser; Kartoffeln; Kohl; Leinsamen, Senf)

  • Kalte Kompressen

  • Ernährungsumstellung: Basenreiche, überwiegend laktovegetabile Vollwertkost, Kohlenhydrat- und säurearme Ernährung

  • Autogenes Training, Meditation, Shiatsu, usw.

  • Massagen fördern die Blut- und Sauerstoffzufuhr der Muskulatur und senken den Muskeltonus

  • Fettwolle/ Rohwolle auflegen

  • Tees: Brennessel; Löwenzahn; Beinwell

  • Magnesium (löst Verspannungen, wirkt entkrampfend)

  • Calcium (tiefe Calciumwerte erhöhen die Empfindlichkeit der Muskulatur)

  • Vitamin E (schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung)

  • Vitamin C bei Entzündungen; Vitamin B 12, Vitamin E bei Muskelschwäche

  • Bewegung, regelmässige sportliche Betätigung stärkt die Muskulatur

Behandlung Klassische Homöopathie


Bevor sich Menschen in homöopathische Behandlung begeben, werden oft verschiedene Behandlungsmöglichkeiten mit unterschiedlichem Erfolg ausprobiert. Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln, Physiotherapie, usw.  bringen zwar eine Erleichterung, sind aber keine sinnvolle Therapie bei chronischen Beschwerden.

Muskel- und Rückenschmerzen verursachen jährlich Kosten von  2,5 bis 3 Milliarden Franken. Dies wurde an der 11. Schweizerischen Tagung für Arbeitssicherheit (STAS 2007) in Luzern bekannt, die dem Thema muskulo-skelettale Belastungen (MSB) gewidmet war. Im Jahre 2005 klagten 18 Prozent der Beschäftigten, also fast jeder fünfte Arbeitnehmende über Rückenschmerzen und 13 Prozent oder jeder achte über Muskelschmerzen in den Schultern und/oder im Nacken. Für die Arbeitnehmenden bedeuten diese Schmerzen einen Verlust an Lebensfreude und einen möglichen Verdienstausfall.

Je früher mit der homöopathischen Behandlung begonnen wird, umso schneller kann auf schonende Art Schmerz und Chronizität vermieden werden. Bei akuten Schmerzen, z.B. durch Überbelastung, Zugluft, Unfall wirken homöopathische Arzneien sehr schnell schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend, sie verbessern zudem den Allgemeinzustand. Homöopathie kann auch bei Bandscheibenvorfall eingesetzt werden (Ernährung des Bindegewebes, Schmerzlinderung, der Muskeltonus im betroffenen Gebiet wird normalisiert, usw.). Nach einer Akutbehandlung sollte, wenn möglich eine Konstitutionsbehandlung gemacht werden.
Je nach Komplexität des Falles empfehle ich vor der Behandlung oder während der Behandlung evtl. die Zusammenarbeit mit einem anderen Therapeuten/In (z.B. Osteopathie, Craniosacraltherapie, Atlaslogie, Alexandertechnik, Atemtherapie oder Physiotherapie).

Für eine umfassende Konstitutionsbehandlung ist eine ausführliche Anamnese nötig. Ich stelle Ihnen dabei ganz viele Fragen zu Ihrer Krankengeschichte (von der Schwangerschaft bis heute) aber auch zu den Krankheiten Ihrer Vorfahren. 

Fragen können sein:

  • Wann und wie haben die Muskelschmerzen begonnen?

  • Welche Muskeln schmerzen?

  • Gibt es Auslöser (Unterdrückungen, Amalgambelastung, Impfungen, Infektionskrankheiten, Stress, Belastungen, Wetter, usw.)?

  • Wie würden Sie Ihren Schmerz beschreiben?

  • Gibt es Krämpfe, Muskelzucken? Wann, wo?

  • Was verschlimmert die Schmerzen? Was hilft, Wärme oder Kälte, Ruhe oder Bewegung?

  • Sind die Schmerzen morgens oder abends schlimmer?

  • Erwachen Sie nachts wegen der Beschwerden?

  • Sind Ihre Muskeln druckempfindlich?

  • Wie ist Ihre körperliche Belastbarkeit? Nehmen die Schmerzen während oder nach Belastung zu?

  • Hat Ihre Muskelkraft abgenommen?

  • Welche Medikamente haben Sie bis jetzt eingenommen?

  • Wie ist Ihr Allgemeinbefinden?

  • Sind Sie vermehrt müde?

  • Wie gehen Sie mit den Schmerzen um, was lösen die bei Ihnen aus?

  • Gibt es Begleitsymptome?

  • usw.

Wenn während einer Konstitutionsbehandlung Rückenbeschwerden und Muskelbeschwerden auftauchen, sollten Sie Ihren Homöopathen benachrichtigen. Ein akutes Mittel sollte nur mit dessen Einverständnis eingenommen werden.



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