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Raucherentwöhnung

Raucherentwöhnung


Rauchen ist ein erheblicher Risikofaktor für Herzinfarkt, Kreislauferkrankungen (Durchblutungsstörungen, Schlaganfall), Lungenerkrankungen (Bronchitis, Lungenkrebs, Lungenemphysem), Magengeschwüre, Kehlkopfkrebs. Statistisch gesehen leben Raucher 8 ½ Jahre weniger als Nichtraucher.

Die psychische Abhängigkeit äussert sich in einem heftigen Rauchverlangen, dem Unvermögen auf das Rauchen in bestimmten Situation zu verzichten und der sogenannten "Macht der Gewohnheit". Das Rauchen wurde "gelernt" und ist ein fester Bestandteil des täglichen Verhaltensrepertoires geworden.

Ohne festen Entschluss mit dem Rauchen aufzuhören geht es nicht. Am besten gelingt dies in einer Zeit der Ruhe und Entspannung, z.B. im Urlaub, dann entfallen auch die typischen Rauchrituale.

Die Motivation für eine Rauchentwöhnung sollte klar herausgearbeitet werden. Nicht die negativen gesundheitlichen Folgen des Rauchens, sondern die positiven Konsequenzen des Nichtrauchens sollten diese begründen (z.B. erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit, Unabhängigkeit, finanzielle Einsparungen).

Was bringt es, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird?

  • Schon 8 Stunden nach der letzten Zigarette hat sich das Kohlenmonoxid in den Blutbahnen verflüchtigt und dem Sauerstoff Platz gemacht.

  • Zwei Tage nach dem Rauchstopp wird das Herzinfarktrisiko geringer.

  • Die Herzschlagfrequenz gleicht sich derjenigen des Nichtrauchers an.

  • Der Geruch- und der Geschmacksinn verfeinert sich.

  • Die Lungenkapazität erhöht sich nach 3 Monaten um 30 %.

  • Die körperliche Leistungsfähigkeit steigt.

  • Ein Jahr Rauchstopp und das Risiko für Herzkranzgefässerkrankung ist um die Hälfte reduziert.

  • Nach zwei Jahren Rauchstopp ist das Herzinfarktrisiko auf fast normale Werte abgesunken.

  • 10 - 15 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen so, als hätte man nie geraucht (ist aber abhängig vom Konstitutionstypen, Dauer des Rauchens und dem Alter).

Persönliche Vorteile

  • Gesundheit und körperliches Wohlbefinden

  • Frischer Atmen

  • Unabhängigkeit

  • Geld gespart

  • Selbstachtung steigt

  • Vorbildfunktion

Entzugssymptome

Diese können bei der normalen Rauchentwöhnung sehr individuell sein.

  • Nervosität, Gereiztheit, schlechte Laune

  • Unruhe

  • Konzentrationsmangel

  • Schlafstörungen

  • Müdigkeit

  • Obstipation

  • Hungergefühl

  • Leichte Gewichtszunahme


Tipps


  • Finden Sie Ihre ganz persönlichen Gründe für einen Rauchstopp heraus und halten Sie an Ihren Beweggründen fest.

  • Legen Sie sich auf einen bestimmten Termin fest, an dem Sie aufhören wollen.

  • Entfernen Sie alle Rauchutensilien.

  • Waschen Sie die Vorhänge.

  • Streichen Sie das Zimmer neu!

  • Informieren Sie Ihre Freunde, Bekannten und Kollegen.

  • Lernen Sie nein zu sagen , wenn Ihnen jemand eine Zigarette anbietet.

  • Sagen Sie nie: "Eine Zigarette kann ja nicht schaden". Es bleibt leider nicht bei der einen!

  • Meiden Sie Orte, an denen Sie sich früher mit Tabakwaren eindeckten.

  • Meiden Sie Räume in denen geraucht wird.

  • Meiden Sie Kaffee und alkoholische Getränke, wenn diese bisher mit Ihrem Nikotinkonsum verbunden waren.

  • Trinken Sie reichlich, z.B. Wasser , ungesüssten Tee, verdünnte Fruchtsäfte.

  • Durch das Rauchen wurden mehr Vitamine und Mineralstoffe verbraucht. Auch die Entwöhnung benötigt mehr Vitamine und Mineralstoffe, weil der Stoffwechsel angeregt wird. Achten Sie daher auf eine vitaminreiche, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und vielen Früchten.

  • Greifen Sie Hungergefühlen statt zu kalorienreicher Kost zu Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, Nüsse (bei den Nüssen aber Vorsicht wegen den zusätzlichen Kalorien).

  • Essen Sie Rauchgelüste weg, Tomaten, Kartoffeln, Blumenkohl und Auberginen enthalten Spuren von Nikotin.

  • Lenken Sie sich bei auftretenden Entzugserscheinungen ab.

  • Bei Konzentrationsstörungen hilft ein Stück Traubenzucker oder Trockenfrüchte (z.B. Rosinen).

  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich! Körperliche Aktivitäten wirken entspannend, sie heben die Stimmung.

  • Belohnen Sie sich! Sparen Sie das Geld, das Sie sonst für Zigaretten ausgegeben hätten oder kaufen Sie sich dafür etwas Besonderes oder machen eine Reise.

  • Erleben Sie jeden Tag in dem Bewusstsein, dass Sie frei sind und keine Zigaretten mehr brauchen.

  • Jeder Tag, den Sie nicht rauchen, ist eine Wohltat für Sie selbst, Ihre Familie und Ihr Umfeld.


Behandlung Klassische Homöopathie


Sucht ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht mehr frei ist. Jede Sucht hat neben seelischen auch genetische Gründe (in der Homöopathie spricht man von Veranlagungen oder von Miasmen).

In der Klassischen Homöopathie wird nicht die Sucht oder deren Symptome behandelt, sondern es wird die Ursache angeschaut. Fragen könnten sein: Warum rauchen Sie? Unter welchen Umständen rauchen Sie? Was kompensieren Sie mit dem Rauchen?"

Es lohnt sich auch die Motivation für eine Rauchentwöhnung genauer unter die Lupe zu nehmen. Geschieht dies auf Druck des Partners, des Umfeldes oder sitzt Ihnen die "Angst im Nacken"? Das Ziel der Behandlung sollte der positive Aspekt des Nichtrauchens sein und nicht die Angst! Der persönliche Gewinn der Rauchentwöhnung ist der schönste Lohn für die Mühe.

Durch die Therapie wird das körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden gestärkt und gefördert. Dies wird durch Anregung der Selbstheilungskräfte (Lebenskraft) erreicht. Eine Behandlung erfolgt immer mit einem Konstitutionsmittel. Dies erfordert eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir.

Die Abhängigkeit vom Nikotin und Ritualen ändert sich im Laufe einer homöopathischen Behandlung merklich (ist aber sehr individuell ausgeprägt wenn man den zeitlichen Rahmen anschaut). Manchmal ist nach einer Gabe des Arzneimittels überhaupt kein Rauchverlangen mehr vorhanden, Rauch oder Rauchen kann sogar Ekel auslösen. Manchmal braucht der Betroffene auch noch etwas Zeit, weil die Lebenskraft zuerst woanders Ordnung schaffen muss, z.B. Trauerverarbeitung, Lebensumstände ordnen, Verarbeitung von Schock oder Ängsten, usw.

Wenn bereits Organschäden vorhanden sind, z.B. Durchblutungsstörungen (nach Herzinfarkt, Schlaganfall, Venenentzündungen), kann homöopathisch behandelt werden. Entweder erfolgt die Therapie konstitutionell oder mittels kleineren, lokalen Mitteln. Dabei wird aber immer versucht, mit gut überlegten Mittelfolgen weitere Schäden zu verhindern und vorherrschende Miasmen zu beruhigen.

Homöopathische Akutbehandlungen sind dann sinnvoll, wenn Ausscheidungsorgane (Nieren, Leber, Darm und Haut) überfordert sind. Je nach Fall kommen dabei auch Pflanzentinkturen zum Zuge oder homöopathische Arzneimittel in Niederpotenzen (welche dann kurmässig für eine gewisse Zeit eingenommen werden).

Besonders gute Erfahrungen habe ich auch mit Bachblütenmischungen gemacht, welche ich begleitend bei der Rauchentwöhnung einsetze.


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