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Tinnitus

Tinnitus


Es handelt sich dabei um die subjektive Wahrnehmung eines Tones oder Geräusches. Das heisst, es gibt keinen akustischen Reiz von aussen auf das Ohr, trotzdem hört der Betroffene ein Geräusch in Form von Pfeifen, Rauschen, Summen, Klingeln, Zischen, usw.

Diese Wahrnehmungen sind glücklicherweise meist nur vorübergehend und durch besondere Situationen wie Stress oder Schlaflosigkeit ausgelöst. Durch eine Schädigung der Sinneszellen (Hörzellen) im Innenohr kann es aber zu einer Veränderung der Erregbarkeit und der Aktivität im Hörnerv kommen.

Tinnitus kann in jedem Lebensalter auftreten. Je mehr der Tinnitus als störend empfunden wird, umso mehr konzentriert sich der Patient auf dieses Geräusch, so dass sich dieser Mechanismus allmählich verfestigt.


Ein andauerndes Ohrgeräusch kann das Leben und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Die Krankheit chronifiziert sich und entwickelt sich mit der Zeit einem Krankheitsbild welches mit Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Angstzuständen einhergehen kann. Die Folgen sind nicht selten sozialer Rückzug und Depressionen. 

Ursachen

Im Innenohr können Hörstörungen Ursache für Ohrgeräusche sein. Dazu zählen die Lärmschwerhörigkeit und die Altersschwerhörigkeit. Bei bestimmten Erkrankungen des Innenohrs wie dem Morbus Menière, der zusätzlich mit einem Drehschwindel einhergeht, kommt Tinnitus als Begleiterscheinung vor. Auch der Hörsturz ist häufig von Ohrgeräuschen begleitet. Seltenere Ursache für subjektive Ohrgeräusche sind Schallleitungsstörungen durch krankhafte Prozesse im Mittelohr (z. B. Mittelohrentzündung, Trommelfellriss, Verschluss der Ohrtrompete) oder durch einen Verschluss des äusseren Gehörgangs (z. B. durch Fremdkörper, Ohrenschmalz oder vorspringende Knochen).

Eine der Hauptfaktoren, die einen Tinnitus auslösen können ist dauerhafter Stress. Ein chronischer Stressreiz löst im Organismus eine Fülle von Reaktionen aus, was u. a. zu einer vermehrten Produktion des Stresshormons (Kortisol) führt. Der erhöhte Kortisonspiegel bewirkt zum einen eine verminderte Durchblutung des Innenohrs und damit eine schlechtere Sauerstoffversorgung, zum anderen können die winzigen Haarzellen durch das Kortison geschädigt werden. Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Kiefergelenk können Ohrgeräusche ebenfalls verstärken.

  • Lärm, Knalltrauma

  • Tauchunfall

  • Mangelnde Sauerstoffversorgung des Innenohres: Schlafapnoe; Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur

  • Virusinfekte der oberen Luftwege

  • Stress

  • Bluthochdruck, Arteriosklerose; Blutdruckabfall

  • Autoimmunerkrankungen, z.B. Multiple Sklerose

  • Ohrentzündungen

  • Vergiftungen

  • Nikotin- und Alkoholabusus

  • Nebenwirkungen Medikamente, z.B. Malariaprophylaxe mit Chinin; Cortison; Diuretika; Antibiotika

  • Chininhaltige Getränke

  • Blutarmut

  • Borreliose

  • Tumor der Gehörnerven (Akustikusneurinom)


Schulmedizinische Behandlung


  • Behandlung der Grundkrankheit

  • Durchblutungsfördernde Medikamente, Vitamin E, Magnesium, Kortison, Sauerstofftherapie.

  • Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen (Autogenes Training, Meditation)

  • Hören von leiser Musik (mittels Geräusch wird der Tinnitus "überdeckt")


Behandlung Klassische Homöopathie


Tinnitus und Ohrgeräusche können akut sehr gut behandelt werden. Leider erscheinen die Betroffenen aber erst spät in der Homöopathie-Praxis, wenn alles andere nichts mehr hilft!

Tinnitus ist ein Symptomenkomplex welcher den Patienten langsam mehr und mehr erfasst. Das Ohrgeräusch ist nur ein Hinweis und nicht die Ursache der Krankheit! Der Körper will mit diesem Symptom etwas ausdrücken. Bei der Fallaufnahme zeigt sich oft, dass irgendetwas im Leben des Betroffenen nicht mehr "stimmt", dass etwas nicht verarbeitet oder gelöst wurde. Probleme, wie zu hohe Erwartungen an sich selber oder im Beruf, finanzielle Sorgen, Trauer, Schock, seelische Verletzungen, Familienstreit (z.B. um ein Erbe), eine scheiternde Ehe, usw. können die Lebenskraft aus dem Gleichgewicht bringen. Durch den Tinnitus wird der Betroffene gewissermassen gezwungen endlich genauer "hinzuhören", etwas zu tun und eine Lösung zu finden.

Für die Behandlung ist die Krankheitsvorgeschichte (eigene und die der Familie), die Lebensumstände (Beruf, Familie) ebenso wichtig, wie der Umgang mit der Krankheit. Bei jedem zeigt sich der Tinnitus nämlich anders. Der Eine ist vielleicht genervt, der andere ist enttäuscht, der Dritte ist verzweifelt, der Vierte reagiert mit Resignation oder Aggression. Die Anamnese ist deshalb sehr ausführlich, sie ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie, bzw. für die Wahl des homöopathischen Arzneimittels.

 

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