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Symptome

Symptome hyperkinetischer Störungen


Hyperaktiv-impulsiver Typ: Hierbei handelt es sich um ständigen Bewegungsdrang und unkontrollierte Handlungen.

Unaufmerksamer Typ: Hier sind meistens Mädchen betroffen, sie sind leicht abzulenken, träumen vor sich hin, sind jedoch nicht hyperaktiv.

  • Aufmerksamkeitsstörung
    Das Kind hat nur eine kurze Zeitspanne wo es volle Aufmerksamkeit zeigen kann. Es ist leicht ablenkbar, hört nicht was man ihm sagt, kann Erklärungen nicht folgen, Spiele oder Aufgaben können nicht zu Ende gebracht werden, macht Flüchtigkeitsfehler bei Schulaufgaben oder sonstigen Arbeiten, es vermeidet ungeliebte Aufgaben wie z.B. Hausaufgaben. Es besteht eine Vergesslichkeit für alltägliche Aktivitäten. Manche Kinder sind verträumt und geistesabwesend.

  • Hyperaktivität (Überaktivität)
    Die körperliche Unruhe führt zu auffällig häufigem Herumzappeln, Aufspringen vom Stuhl und Herumkramen. In der Schule verlässt es spontan den Platz wenn eigentlich Sitzenbleiben erwartet wird. Herumlaufen und Klettern in unpassenden Situationen. Bei Erwachsenen zeigt sich dies als kompensiertes Unruhegefühl. Bei gezielter Bewegung wirken diese Kinder aber oft ungeschickt, können die Balance nicht halten, die Bewegungen erscheinen eckig. Einschlafstörungen sind häufig. Leise Spiele können nicht durchgehalten werden, das Kind ist laut. Übermässiges Reden. Das Kind ist impulsiv, platzt z.B. mit einer Antwort heraus, unterbricht andere im Gespräch, kann nicht warten bis es an der Reihe ist.

  • Impulsivität
    Frustration, Stimmungsschwankungen und leichte Erregbarkeit führen zu Wutsausbrüchen und Aggressivität. Es mangelt an Kontrolle über die eigenen Gefühle, so sagt das Kind zwanghaft, was es denkt, ohne die jeweilige Situation abzuwägen. Sie unterbrechen Gespräche, sind ungeduldig, können nicht abwarten.

  • Stimmungsschwankungen
    Abrupte Stimmungsumschwünge finden innerhalb kurzer Zeit statt. Frustration kompensieren die Betroffenen mit jähzornigen Ausbrüchen, später mit Nikotin, Alkohol und Drogen.

  • Beziehungsprobleme
    Diese Kinder haben grosse Probleme mit dem Anerkennen von Autoritäten, sie verstossen permanent gegen Regeln. Trotzverhalten und mangelnde Aufmerksamkeit für den anderen erschweren den Kontakt zu anderen Kindern.

  • Fehlende Organisation
    Wichtiges kann nicht von Unwichtigem unterscheiden werden. Die Kinder schaffen es nicht Ordnung zu schaffen, bei Ihnen herrscht das Chaos. Bei einer Aufgabenstellung in der Schule schlagen sie das falsche Buch auf. Aufgaben erledigen sie, wenn überhaupt erst im letzten Moment.

  • Lernstörung
    Oft sind die Kinder überdurchschnittlich intelligent, trotzdem brauchen sie unverhältnismässig lange, um Aufgaben zu lösen. Sie schreiben die Wörter falsch ab, schlagen auf den falschen Seiten nach, überhören Anweisungen. Oft besteht eine Lese- und Rechtschreibestörung oder eine Rechenschwäche.

  • Negative Selbsteinschätzung
    Die Kinder bewerten ihre eigenen Leistungen stets negativ, Rückmeldungen aus der Umgebung verstärken dies.

Etwa 30 bis 50 Prozent der Kinder weisen gleichzeitig andere Auffälligkeiten auf, wie Störungen der Feinmotorik, Teilleistungsstörungen (= Leistungsdefizite in begrenzten Funktionsbereichen, trotz normaler Intelligenz, z.B. Artikulationsstörungen, Lese- und Rechtschreibeschwäche, Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen), Tics, Tourette-Syndrom oder Probleme im Bereich der sinnlichen Wahrnehmung auf. Weiterhin finden sich in mehr als 50 % der Fälle umschriebene Entwicklungsstörungen wie Lese- und Rechtschreibestörungen, Enuresis (Bettnässen), Redeflussstörungen, Stottern, usw.    


Störungen des Sozialverhaltens

  • Dem Entwicklungsalter unangemessene schwere und häufige Wutausbrüche

  • Häufiges Streiten mit Erwachsenen

  • Häufige Ablehnung und Zurückweisung von Wünschen und Vorschriften erwachsener Bezugspersonen

  • Häufiges wohlüberlegtes Ärgern anderer

  • Regelmässig andere für das eigene Fehlverhalten verantwortlich machen

  • Übergrosse Empfindlichkeit im Sinne des sich belästigt Fühlen

  • Häufig Ärger und Groll

  • Häufig gehässig und rachsüchtig

  • Häufiges Lügen, Nichteinhalten von Versprechungen (um materielle Vorteile oder Begünstigungen zu erhalten, Verpflichtungen zu vermeiden

  • Körperliche Auseinandersetzungen (Geschwister ausgenommen)

  • Gebrauch von gefährlichen Waffen

  • Häufiges Draussenbleiben in der Dunkelheit trotz elterlichen Verboten (ab dem 13. Lebensjahr)

  • Weglaufen von den Eltern od. Bezugspersonen

  • Körperliche Grausamkeit gegenüber anderen Menschen

  • Tierquälerei

  • Absichtliche Destruktivität gegenüber dem Eigentum anderer

  • Absichtliches Feuerlegen, mit dem bewussten Risiko od. der Absicht Schaden zuzufügen

  • Stehlen von Wertgegenständen ohne Konfrontation mit dem Opfer, zuhause od. ausserhalb

  • Wiederholtes Schule schwänzen

  • Kriminelle Handlungen mit direktem Angriff auf einen anderen, einschliesslich Erpressung, Raub)

  • Zwang zu sexuellen Handlungen ausüben

  • Häufiges Tyrannisieren anderer (einschliesslich Einschüchterung, Quälen und Belästigung)

  • Einbruch in Häuser, Autos, Gebäude

Jeder der mit Kindern arbeitet, weiss um die Unbeständigkeit von Testsituationen. Bei Verdacht auf ADHS-Syndrom sollten voreilige Fehldiagnosen vermieden werden. Auch müssen andere Erkrankungen abgegrenzt werden.

Keine hyperaktive Störung liegt vor wenn
:

  • Die Störungen sich nur partiell zeigen

  • Sie nur im Verhalten gegenüber bestimmten Personen auftreten

  • Sie sich erst nach dem 7. Lebensjahr (mit Beginn der Schulzeit) entwickeln

  • Eine eindeutige Diskrepanz zwischen Schule, Familienleben und Freizeit festzustellen ist

Abgrenzungen:

  • Frühkindliche Depression

  • Angststörungen

  • Schulische Überforderung oder schulische Unterforderung

  • Entwicklungsverzögerungen z.B.

    • Motorische Ungeschicklichkeit, motorische Spätentwicklung, z.B. verzögertes Laufen

    • Assoziierte Bewegungen der Körpergegenseite, insbesondere bei feinmotorischen Aufgaben

    • Kann nicht mit Bausteinen bauen

    • Unreifer Handgriff, Festhalten von Gegenständen ist erschwert

    • Probleme einen Ball zu fangen

    • Gestörter Gang, Wegknicken, Stolpern

  • Entwicklungsdefizit
    Etwa 50% der Betroffen zeigen im Kindes- und Jugendalter zusätzliche Störungen: Leseschwäche (Legasthenie), Rechenschwäche (Dyskalkulie), Tics und Tourette-Syndrom, Asperger-Autismus, Tics und Tourette-Syndrom. Bei Erwachsenen ist die Wahrscheinlichkeit eine psychische Störung zu entwickeln beinahe die Regel. Junge Erwachsene entwickeln u.a. Zwangsstörungen, Angststörungen (z.B. Panikattacken), Depressionen, Borderline. Durch Anpassungsschwierigkeiten, mangelndes Selbstwertgefühl können sich auch Suchterkrankungen und Essstörungen entwickeln.    
     
     

Symptome beim Erwachsenen  

  • Fehlendes Zeitgefühl, Hektik vor Terminen

  • Langweilige Tagesaufgaben werden nicht erledigt oder auf die lange Bank geschoben

  • Unordnung, Chaos oder zwanghafter Perfektionismus

  • Bei mehreren Aufgaben werden sie planlos, unkonzentriert

  • Zerstreutheit, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Vergesslichkeit, macht ständig Zettel, Notizen, usw.

  • Hat Mühe Aufgaben zu Ende zu führen. Die Fähigkeiten sind vorhanden, aber die Leistung fehlt.

  • Flüchtigkeitsfehler

  • Verdrehen von Buchstaben und Telefonnummern

  • Leichte Ablenkbarkeit

  • Fehlende Aufmerksamkeit, v.a. in Gruppensituationen

  • Verständnisschwierigkeiten bei Lesetexten, Leseunlust

  • Sehr starke Empfindlichkeit für bestimmte Sinneseindrücke (z.B. Geruch, Geschmack, Geräusche), aber auch für atmosphärische Spannungen in allen zwischenmenschlichen Beziehungen

  • Oft intuitiv begabt, kreativ und intelligent

  • Geringe Stress- und Frustrationstoleranz

  • Stimmungslabilität, Stimmung und Leistung sind besonders stark von äusseren Faktoren abhängig

  • Übertriebenes Ruhebedürfnis bei Überforderung

  • Temperamentsausbrüche

  • Impulsivität, explosives Verhalten, Handeln vor Denken

  • Provokation anderer durch verbale Entgleisungen

  • Erhöhte Unfallneigung

  • Missachtung von Regeln, Gesetzen, Vorschriften

  • Kann sich schlecht bremsen: Kaufrausch, riskantes Autofahren etc.

  • Probleme, sich auf neue Situationen einzustellen

  • Andauerndes Grübeln, auch mit Einschlafstörungen

  • Innere Ruhelosigkeit, körperlicher Bewegungsdrang, macht viel Sport (die äussere Unruhe ist nicht so ausgeprägt wie bei den Kindern)

  • Kann nicht stillsitzen (z.B. beim Zahnarzt, Essen, im Flugzeug) . Trommelt mit den Fingern, spielt mit Stiften, nestelt an sich herum. Wippt im Sitzen mit den Füssen.

  • Starker Rededrang, Abschweifen vom Thema, schwer zu unterbrechen

  • Langeweile in Ruhesituationen

  • Schwierigkeiten in der Kommunikation und beim Knüpfen von sozialen Kontakten, eigenbrötlerisch

  • Tiefes Selbstwertgefühl

  • Als Begleiterkrankungen treten oft Ängste, Depressionen auf

  • Zwanghafte Verhaltensmuster

  • Versuch, die Leistungsfähigkeit mit hohen Mengen Schokolade, Kaffee, Cola, Energiegetränken und Nikotin zu steigern

  • Manche behandeln ihre innere Anspannung mit Alkohol, Cannabis oder Kokain und verschlimmern die Situation noch mehr.


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- Schulmedizin
- Klassiche Homöopathie


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